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Stressbedingtes Verhalten bei Hunden verstehen

Stress bei Hunden ist häufiger als gedacht und belastet Tier und Halter gleichermaßen. Hier erfährst du, an welchen Signalen du stressbedingtes Verhalten erkennst, was dahinterstecken kann und wie du deinen Hund gezielt unterstützen kannst.

Woran erkennst du Stress bei Hunden?

Jeder Hundehalter weiß, dass das Verhalten von Hunden komplex sein kann - vor allem, wenn es um Stress und Unwohlsein geht. Hunde zeigen Stress oft auf subtile Weise: Signale, die leicht übersehen oder falsch gedeutet werden. In diesem Abschnitt erfährst du, welche Anzeichen dein Hund dir zeigt, wenn er nervös ist. 

Typische Verhaltensweisen von gestressten Hunden

Das wohl klarste Anzeichen für einen gestressten Hund sind Zittern und geweitete Pupillen. Doch es gibt auch andere Verhaltensweisen, die ein Hund zeigt, wenn er sich unwohl fühlt, wie z. B.:

  • Wenn dein Hund hechelt, ohne körperliche Belastung: Hunde hecheln auch, wenn sie innerlich angespannt sind, nicht nur bei Hitze oder Erschöpfung. 
  • Häufiges Gähnen, Nasenlecken oder ständiges Kratzen: Diese Gesten gelten in der Körpersprache von Hunden als Beschwichtigungssignale. Der Hund versucht damit, sich selbst zu beruhigen oder Spannungen abzubauen.
  • Eingezogener Schwanz oder Blick abwenden: Beides wird häufig als Desinteresse fehlgedeutet, ist aber oft ein Zeichen von Unwohlsein.
  • Hund ist unruhig, wechselt ständig den Platz oder scharrt: Das kann auf Überforderung oder Reizüberflutung hindeuten. 
  • Hund schläft viel, zieht sich zurück oder wirkt müde und traurig: Rückzug und Antriebslosigkeit werden oft übersehen, können aber ebenfalls auf Stress hindeuten. 
  • Bellen, Jaulen oder Winseln: Tritt besonders häufig auf, wenn dein Hund (zu lange) alleine ist oder ihm besonders unwohl ist.

Achte auch auf das Essverhalten und die Verdauung deines Hundes

Hunde, die Stresssituationen ausgesetzt sind, leiden nicht selten auch an Verdauungsproblemen. Durchfall bei Hunden ist dabei eines der häufigsten Symptome, aber auch Verstopfung oder Erbrechen können auftreten. Je länger oder häufiger ein Hund der Stresssituation ausgesetzt ist, desto stärker können sich diese Beschwerden zeigen. Dies hat nicht selten zur Folge, dass das Tier das Essen komplett verweigert. In solchen Situationen ist stets tierärztlicher Rat einzuholen, um Mangelzustände zu vermeiden und um geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit es deinem Hund schnell wieder besser geht.

Ist mein Hund „nur“ kurzzeitig gestresst oder hat mein Hund eine Panikattacke?

Wie auch bei Menschen, werden Panikattacken bei Hunden durch ein sehr intensives Erlebnis ausgelöst. Die Ursachen hierfür sind komplex, werden aber oft auf traumatische Erlebnisse zurückgeführt. Leider können die Symptome für eine Panikattacke den Symptomen eines gestressten Hundes sehr ähnlich sein, daher ist es immer ratsam tierärztlichen Rat einzuholen, wenn du als Hundehalter oder Hundehalterin Stresssymptome bei deinem Hund bemerkst. Wichtig ist aber immer: Sei stets liebevoll, fürsorglich und geduldig mit deinem Tier und unterstütze ihn bestmöglich. In unserem Ratgeberartikel zu Panikattacken bei Hunden findest du weiterführende Informationen.

Wie unterstützt Pro Plan® Calming Care® deinen Hund?

Pro Plan® Calming Care® ist das erste in der EU zugelassene Probiotikum, das Hunden dabei helfen kann, ein ruhiges Verhalten beizubehalten. Es enthält den probiotischen Stamm Bifidobacterium longum BL999® (Bifidobacterium longum NCC 3001/CNCM I-5642).

Probiotika sind lebende, nützliche Bakterien, die die Darmflora unterstützen. Bifidobacterium longum BL999® ist ein speziell erforschter Stamm, der nachweislich dazu beitragen kann, dass Hunde ruhigeres Verhalten zeigen. Er unterstützt die natürliche Kommunikation zwischen Darm und Gehirn und kann so helfen, die Reaktion auf Stressfaktoren abzufedern.

In einer verblindeten Crossover-Studie zeigten 9 von 10 Hunden nach sechs Wochen ein ruhigeres Verhalten und kamen besser mit herausfordernden Situationen zurecht.¹

Hinweis: Pro Plan® Calming Care® ist als Ergänzung zur täglichen Ernährung entwickelt worden und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Verhaltensänderungen empfiehlt sich immer eine Beratung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Stress bei Hunden abbauen: Was du tun kannst

Du bist dem Stress deines Hundes nicht hilflos ausgeliefert. Mit den richtigen Strategien kannst du aktiv dazu beitragen, dass dein Hund entspannter und ausgeglichener wird. Der Schlüssel liegt darin, gezielt an verschiedenen Stellschrauben zu drehen, von der Umgebung über das Training bis hin zur Darmgesundheit deines Hundes.

Finde heraus, was deinen Hund stresst

Der erste Schritt zu einem entspannteren Hund ist, die Ursachen für sein stressbedingtes Verhalten zu erkennen. Beobachte genau: Wann zeigt dein Hund Stresssymptome? Was passiert in diesen Momenten? Wie bereits beschrieben, sind laute Geräusche wie Gewitter, Silvesterfeuerwerk oder Baustellenlärm ein sehr häufiger Stressauslöser. Aber auch Trennungen und Alleinsein lösen bei vielen Hunden Unruhe aus. Sobald du die Auslöser kennst, kannst du gezielt gegensteuern: Reduziere die Intensität der Reize, meide bestimmte Situationen zunächst oder desensibilisiere deinen Hund schrittweise. Manchmal reicht es schon, deinem Hund in stressigen Momenten einen ruhigen Rückzugsort anzubieten.

Praktische Maßnahmen für den Alltag eines nervösen Hundes

Ein ruhigeres Verhalten entsteht selten von heute auf morgen. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen. Diese Maßnahmen können dir helfen, stressbedingtes Verhalten bei deinem Hund nachhaltig abzubauen:

  • Feste Tagesstruktur: Regelmäßige Fütterungs- und Gassizeiten geben deinem Hund Orientierung und Sicherheit. Hunde sind Gewohnheitstiere, Routine schafft Vertrauen.
  • Ausreichend Bewegung und mentale Auslastung: Achte darauf, dass dein Hund genug körperliche und geistige Beschäftigung bekommt, angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand. Ein ausgelasteter Hund ist oft ein zufriedener Hund.
  • Ein ruhiger Rückzugsort: Schaffe einen festen Platz (z. B. eine große, offene Hundebox oder ein ruhiges Körbchen), den dein Hund jederzeit aufsuchen kann, wenn ihm/ihr alles zu viel wird. Dieser Ort sollte tabu für Trubel und Störungen sein.
  • Gezieltes Training mit positiver Verstärkung: Gewöhne deinen Hund behutsam und in kleinen Schritten an belastende Situationen. Belohne ruhiges Verhalten und überfordere ihn/sie nicht. Bei Bedarf hole dir Unterstützung von einem Hundetrainer.

Wichtig: Bleibe ruhig und geduldig. Deine eigene Anspannung überträgt sich auf deinen Hund.

Sorge langfristig vor und unterstütze die innere Balance deines Hundes

Prävention kann ein wichtiger Baustein für das langfristige Wohlbefinden deines Hundes sein. Neben festen Routinen, Training und einer liebevollen Umgebung kann auch die innere Balance eine Rolle spielen. Neue Forschungsansätze deuten darauf hin, dass das was im Inneren des Hundes passiert, besonders in seinem Verdauungssystem, möglicherweise das emotionale Gleichgewicht beeinflussen kann. Wenn du also die Darmgesundheit deines Hundes unterstützt, kannst du deinem Hund damit auch zu mehr Ruhe und Gelassenheit verhelfen.

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Warum Ruhe von innen beginnt: Die Darm-Hirn-Verbindung

Das klingt vielleicht überraschend, aber: Der Darm und das Gehirn deines Hundes sind eng miteinander verbunden. Die beiden kommunizieren ständig über das Nerven- und Immunsystem. Wissenschaftler nennen diese Verbindung die Darm-Hirn-Achse.

Im Darm leben Millionen von Bakterien, das sogenannte Mikrobiom. Dieses Mikrobiom produziert Botenstoffe, die direkt das Gehirn beeinflussen, also auch die Stimmung und das Verhalten deines Hundes. Ist die Darmflora gesund und ausgeglichen, kann diese Kommunikation reibungslos laufen. Gerät sie aus dem Gleichgewicht, kann sich das auch auf das Verhalten auswirken.

Neue Forschungsergebnisse zeigen: Wer gezielt in die Darmgesundheit seines Hundes investiert, kann dazu beitragen, dass ein Hund von innen heraus ruhiger bleibt. Genau hier setzt Pro Plan® Calming Care® an. Wir forschen seit Jahrzehnten auf diesem Gebiet und verfügen über eine der weltweit größten Bakterienstammbibliotheken. Diese Erkenntnisse bilden die wissenschaftliche Grundlage für Calming Care®.

Für welche Situationen kann Calming Care® geeignet sein?

Das Probiotikum kann als tägliche Unterstützung für gestresste Hunde eingesetzt werden, die auf bestimmte Auslöser unruhig oder unwohl reagieren wie bspw.:

  • Wenn dein Hund bei Gewitter oder lauten Geräuschen wie Silvester-Feuerwerk gestresst reagiert: Plötzliche, unvorhersehbare Geräusche gehören zu den häufigsten Auslösern für Unruhe bei Hunden.
  • Wenn dein Hund unter Trennungsstress leidet und nicht alleine bleiben kann: Das Alleinsein ist für manche Hunde eine echte Herausforderung, die sich in Unruhe, Bellen oder Zerstörungsverhalten zeigt.
  • Fremde Besucher oder unbekannte Umgebungen: Neue Menschen oder unbekannte Orte können Unsicherheit auslösen, besonders bei Hunden, die solche Situationen nicht gewohnt sind.
  • Tierarztbesuche oder Aufenthalte im Zwinger: Fremde Gerüche, ungewohnte Geräusche und unbekannte Menschen machen diese Situationen für viele Hunde besonders fordernd.
  • Autofahrten: Manche Hunde verbinden das Auto mit unangenehmen Erfahrungen und bereiten Unwohlsein. Veränderungen in der Routine: Etwa durch einen Umzug oder neue Familienmitglieder.

Calming Care® ist kein Beruhigungsmittel, sondern ein ganzheitlicher, langfristiger Ansatz. Als nicht verschreibungspflichtiges Ergänzungsfuttermittel kann es ergänzend zu anderen Maßnahmen eingesetzt werden, zum Beispiel zusammen mit einer tierärztlichen Verhaltensberatung.

So wendest du Calming Care® an

Die Anwendung ist denkbar einfach und lässt sich gut in den Alltag integrieren:

  • Täglich den Inhalt von 1 Beutel (1 g) über das gewohnte Futter streuen.
  • Calming Care® schmeckt gut und wird von den meisten Hunden gerne angenommen.
  • Mindestens 6 Wochen anwenden, da das Probiotikum Zeit braucht, um die Darm-Hirn-Verbindung zu unterstützen.

Eine Packung enthält 30 Beutel (30 × 1 g). Pro Plan® Calming Care® direkt im Purina Shop bestellen.

Fragen und Antworten zu Pro Plan® Calming Care®

Nein. Calming Care® ist ein Ergänzungsfuttermittel und kein verschreibungspflichtiges Medikament. Bei anhaltenden Stressymptomen oder starken Verhaltensänderungen empfiehlt sich dennoch immer eine Beratung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt.

Calming Care® ist kein Beruhigungsmittel, sondern ein probiotisches Ergänzungsfuttermittel. Es enthält den natürlich vorkommenden Bakterienstamm Bifidobacterium longum BL999®, der die Verbindung zwischen Darm und Gehirn unterstützen und so zu einem ruhigeren Verhalten beitragen kann.

Ja. Der Inhalt eines Beutels wird täglich über das gewohnte Futter gestreut, egal ob Trockenfutter, Nassfutter oder eine andere Ernährungsform. Eine Futterumstellung ist nicht notwendig.

Das hängt von deinem Hund und seiner individuellen Situation ab. Da Calming Care® auf die langfristige Unterstützung der Darm-Hirn-Achse abzielt, kann eine dauerhafte tägliche Gabe sinnvoll sein, besonders bei Hunden, die regelmäßig mit Stressfaktoren konfrontiert sind. Dein Tierarzt oder deine Tierärztin kann dich dabei individuell beraten.

Neben Calming Care® helfen eine feste Tagesstruktur, ausreichend Bewegung, mentale Auslastung und ein ruhiger Rückzugsort dabei, Stress bei Hunden abzubauen. Gezieltes Training mit positiver Verstärkung kann außerdem helfen, Hunde behutsam an belastende Situationen zu gewöhnen. Bei anhaltenden Verhaltensänderungen ist eine tierärztliche Beratung empfehlenswert.

Datum: 20.05.2026

Quellen:

1) McGowan RTS, Barnett HR, Czarnecku-Maulden G, et al. Proc Am Coll Vet Behav Symp. 2018.

2) Sacoor C, Marugg JD, Lima NR, et al. Vet Med Int. 2024;2856759. doi:10.1155/2024/2856759.