Prophylaxe und unterstützende Behandlung von Hunden mit Harnsteinen

Harnstein ist nicht gleich Harnstein. Tatsächlich gibt es sehr viele verschiedene Arten von Harnsteinen, z.B. Struvit- und Kalziumphosphatsteine. Sie unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung, bestehen aus unterschiedlichen Salzen. Unter bestimmten Bedingungen kristallisieren diese Salze im Harnapparat aus und bilden feste Partikel. Die Partikel sind zunächst sehr klein und werden oft ausgeschieden, ohne dass es dem Besitzer des Hundes auffällt. Aber die Präsenz dieser kleinen Kristalle erleichtert die weitere Abscheidung von Salzen, sodass das Gebilde immer größer wird. Schließlich wird es mit bloßem Auge erkennbar: Ein Harnstein hat sich gebildet.

Was aber sind das für Bedingungen, die die Harnsteinbildung begünstigen? Grundsätzlich kristallisieren Salze dann aus, wenn sie in so hoher Konzentration vorliegen, dass sie sich nicht mehr lösen können. Damit wird klar, dass verdünnter Urin der Bildung von Harnsteinen eher entgegenwirkt, während konzentrierter Urin sie fördert. Hunde, die zu Harnsteinen neigen, sollen daher stets Zugang zu frischem Wasser haben und viel trinken.

Das Risiko für Harnsteine hängt außerdem davon ab, wie viel potenziell steinbildende Salze in den Nieren und ableitenden Harnwegen anfallen. An dieser Stelle kann man über die Wahl eines geeigneten Futtermittels regulierend eingreifen.

Ein weiterer wichtiger Parameter, der die Harnsteinbildung wesentlich beeinflusst, ist der pH-Wert des Urins. Als Beispiel sollen die bei Hunden sehr häufig anzutreffenden Struvitsteine dienen: Struvit ist im sauren Urin besser löslich, weshalb eine Verschiebung des pH-Werts in den sauren Bereich die Bildung neuer Steine verhindern und sogar die Auflösung bestehender Struvitsteine ermöglichen kann.

Unterstützende Ernährung mit Pro Plan CANINE UR URINARY™

Dieses Purina Pro Plan Produkt wurde dafür entwickelt, das Management und die speziellen Ansprüche von Hunden mit Harnwegsproblemen zu unterstützen:

• CANINE UR URINARY™ ist ein diätetisches Alleinfuttermittel zur Auflösung von Struvitsteinen mit harnsäuernden Eigenschaften und niedrigem Magnesiumgehalt.

• Dieses Futtermittel ist so konzipiert, dass es den Urin leicht ansäuert. Der pH-Wert wird auf etwa 6,0 gesenkt, also in den sauren Bereich verschoben, wo Struvit besser löslich ist. So wird der Bildung neuer Struvitsteine vorgebeugt und die Auflösung bestehender Struvitsteine gefördert.

• CANINE UR URINARY™ ist im Proteingehalt reduziert. Damit wird bestimmten Bakterien, die an Harnwegsinfekten beteiligt sein können, die Grundlage für ihren Stoffwechsel entzogen. Die Rede ist von sogenannten Ureasebildnern, die nun weniger Ammoniak freisetzen können, der den pH-Wert des Urins ungünstigerweise erhöhen würde.

• Die Harnkonzentration von Phosphaten und Magnesium, die an der Bildung zahlreicher Harnsteine beteiligt sind, wird vermindert. Ziel ist es, eine Sättigung des Urins mit diesen Substanzen zu vermeiden und der Bildung von Harnsteinen vorzugreifen.

CANINE UR URINARY™ und Antibiotika: Ein Ansatz zum Management von Infekt-assoziierten Harnsteinen

Es sei darauf hingewiesen, dass CANINE UR URINARY™ keine antibiotische Wirkung hat. Wenn eine Harnwegsinfektion besteht, wie es bei etwa 70 % aller Hunde mit Struvitsteinen der Fall ist, muss diese unter tierärztlicher Aufsicht mit den entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Gleichzeitig wird die Ernährung des Hundes angepasst, um der Bildung neuer Harnsteine langfristig effektiv vorzubeugen.

Übrigens, CANINE UR URINARY™ hat eine hohe Schmackhaftigkeit! Auch Hunde, die sonst eher wählerisch sind, nehmen es grundsätzlich gut an und zeigen sich auch nach längerer Fütterung noch begeistert, wenn CANINE UR URINARY™ in den Napf kommt.